Männerchor Vreden in der Thomaskirche Leipzig

Eine Chorfahrt nach Leipzig, in die Stadt der Thomaskantorei mit ihrem weltberühmten Chor – da lacht das Herz eines jeden Musikfreundes. Doch Leipzig ist nicht nur eine Stadt der Musik und des Handels, wie der Männerchor Vreden auf seiner diesjährigen gemeinsamen Reise erfahren konnte.

Auf dem Weg in die thüringische Metropole wurde ein Zwischenstopp in Bad Frankenhausen eingelegt. Die kleine Stadt am Fuß des Kyffhäusergebirges beherbergt ein riesiges Panoramabild, für das ein eigenes Museum errichtet wurde. Im Auftrag des Kultusministeriums der DDR schuf der Leipziger Maler Werner Tübke das Werk mit dem Titel „Frühbürgerliche Revolution in Deutschland“. Das 123 m lange und 14 m hohe Bild erinnert an eine blutige Schlacht aus dem Bauernkrieg und den Bauernführer Thomas Müntzer.

Leipzig – bekannt als Messestadt und Heimat der Thomaner, sowie Wirkungsstätte des großen Johann Sebastian Bach wollte von der Reisegruppe aus Chorsängern und Begleitung „erobert“ werden. Zur Orientierung vertraute man sich zuerst einmal einer ortskundigen Führung an. Vorbei an sorgfältig restaurierten Kaufmannshäusern und durch malerische und beeindruckende Innenhöfe führte der Weg vorbei am Alten Rathaus, über den Markt und den Naschmarkt mit dem Goethedenkmal und zur alten Handelsbörse. Ein Zwischenhalt wurde natürlich vor der Nikolaikirche gemacht. Die größte Kirche Leipzigs ist unter anderem durch die seit 1982 hier an jedem Montag stattfindenden Friedensgebete bekannt. Vor der Kirche erinnern Lichtsteine und eine Palmensäule an die friedliche Revolution, die letztendlich zur deutschen Wiedervereinigung führte.
Anschließend stand ein Besuch des Bachmuseums im Bose-Haus auf dem Programm und danach ging es endlich in die Thomaskirche. An der Tür war für alle Besucher zu lesen, dass hier der Männerchor Vreden eine Singe-Erlaubnis hatte. Diese kleine Ankündigung hatte Wirkung, denn drei Chöre, die ebenfalls Leipzig besuchten, wollten sich diesen Auftritt nicht entgehen lassen. Dazu kam eine Menge anderer Besucher, sodass der Kirchenschweizer den Männern zuerst den nötigen Platz an der Treppe zum Chor verschaffen musste. Still wurde es in dem eindrucksvollen Gotteshaus mit der großen Geschichte, als die Lieder des Männerchores Vreden unter der Leitung von Reinhard Menke erklangen. Andächtig verfolgte das Publikum das „Vater unser“, „Alles was Odem hat“ und eine Reihe weiterer Stücke aus dem sakralen Repertoire des Männerchores. A capella, sicher und ausdrucksvoll vorgetragen und dirigiert wurde dieser Auftritt zum emotionalen Höhepunkt der Reise des Männerchores Vreden.
Leipzig 2017
Foto: Gerd Kemper

Ein Reiseerlebnis der ganz anderen Art verschafften die Herren aus Vreden den Besuchern des Leipziger Hauptbahnhofes. Bevor man sich hier die Zeit für eine kleine Shopping-Tour nahm, organisierten zwei besonders engagierte Sänger einen „Vredener Flashmob“ mit „Siahamba“. Eine künstlerische Einlage, die bei den Leipzigern und Touristen ausgesprochen gut ankam. Die 36,-€ Einnahme wurde abends im Auerbachs Keller großzügig ausgegeben.

Die Heimfahrt führte die Vredener noch nach Goslar, wo ein Besuch der Kaiserpfalz auf dem Programm stand. Beeindruckt von den Zeichen kaiserlicher Macht und bereichert um viel Wissen über die deutsche Geschichte ging es schließlich zurück nach Vreden – nicht, ohne sich bei den Organisatoren der Fahrt Hans Ritter, Bernhard Brüggemann, Markus Theil sowie bei den Mitarbeitern der Firma Bussmann Reisen mit Busfahrer Heinrich Küpers für all ihre Mühe zu bedanken. Eine Chorfahrt wie diese gehört zu den beeindruckenden Erlebnissen, die das Singen in der Gemeinschaft wertvoll und facettenreich machen.


Probenraum

Adresse: Hotel Meyerink
Up de Bookholt 42-52
48691 Vreden
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Anfahrtskarte
Proben: Montags 20:00 Uhr