Der Männerchor auf den Spuren des heiligen Norbert

Nach Xanten führte in diesem Sommer der Jahresausflug des Männerchores Vreden 1911 e.V., wobei sich Gesang, Kulturerlebnis und Geselligkeit natürlich die Waage hielten und der Weg dorthin eher das Ziel zu nennen war. Der strahlende Sonnenschein trug dann noch zusätzlich zur guten Laune der zahlreich an der Fahrt teilnehmenden Sänger bei.
Bei einem ersten Zwischenhalt zum Morgenlob besichtigte der Männerchor das Kloster Marienthal im Kreis Wesel. Bei einer Kirchenbesichtigung erfuhren sie, dass der Ritter Sueder aus Ringenberg 1256 Augustiner-Eremiten auf seine Besitzungen holte und ihnen ein Kloster an der Issel stiftete. Wegen der Hochwassergefährdung wurde das später in das nahe gelegene Marienthal umgesiedelt. Infolge der Säkularisierung wurde das Kloster im 19. Jahrhundert aufgehoben und große Teile der Anlagen abgebrochen. Die Klosterkirche diente danach als Pfarrkirche. Seit dem Jahre 1986 übernahmen die Karmeliter die Pfarrseelsorge und gründeten hier ein neues Kloster.
Weiter ging es zu einem weltlichen Ziel: bei einer Hafenrundfahrt im Duisburger Hafen war die Schiffstauglichkeit der Sänger gefragt. Der größte Binnenhafen Europas an der Mündung der Ruhr in den Rhein gelegen wurde seit 1716 kontinuierlich ausgebaut und bietet heute rund 36.000 Mitarbeitern von 250 Firmen Arbeit. Der Hafen ist aber nicht nur Waren-Drehscheibe sondern auch ein wichtiger Freizeitfaktor für die Menschen der Region – der bei dieser Gelegenheit auch den Gästen aus Vreden eine Verschnaufpause bot, bevor es weiter ging zum Ziel der Reise.
In Xanten angekommen stand zuerst eine Besichtigung des Domes auf dem Programm, die ihren krönenden Abschluss in einer kurzen gesungenen Andacht fand.
Xanten
Wie alle eher „privaten“ musikalischen Einlagen, wurde auch diese schnell zu einem kleinen Konzert, da sich nach wenigen gesungenen Takten bereits zahlreiche Zuhörer um den Chor scharten. Der Xantener Dom ist die Pfarr- und ehemalige Stiftskirche St. Viktor, die nie Bischofskirche war, aber wegen ihrer Bedeutung und Größe landläufig als Dom bezeichnet wird. Seine Geschichte beginnt in karolingischer Zeit mit einer ersten Kirche über Gräbern aus dem 4. Jahrhundert. 1263 begannen Erzbischof Konrad von Hochstaden und dessen Bruder Friedrich mit dem Bau des heute stehenden gotischen Baues. Mit vielen Unterbrechungen wurde die Kirche immer wieder erweitert und umgebaut, bis sie 1544 als vollendet bezeichnet werden konnte. Am Stift zu Xanten erhielt Norbert, der Erzbischof von Magdeburg und Stifter des Prämontratenserordens seine Ausbildung. Ob Xanten als Geburtsort des Heiligen zu sehen ist oder ob er aus Gennep/Maas stammte, liegt im Dunkel der Geschichte verborgen. Allen bekannt ist die Legende, die besagt, dass Norbert auf dem Weg nach Vreden bekehrt wurde – eine Geschichte, die spätestens seit dem Norbertjahr 2015 wieder im Bewusstsein der Vredener Bevölkerung präsent ist.
Eine Stadtrundfahrt durch Xanten, bei der auch die römischen Wurzeln der Stadt noch einmal deutlich hervorgehoben wurden, rundete die diesjährige Chorfahrt des Männerchores Vreden ab, wobei aber nicht verschwiegen werden soll, dass auch der gesellige Teil seinen Anteil am Gelingen der Unternehmung hatte.
Der erste Vorsitzende Hermann Barenborg bedankte sich im Namen des Chores bei Hans Ritter, Bernd Brüggemann und Markus Theil für die gelungene Fahrt nach Xanten und der guten Organisation


Probenraum

Adresse: Hotel Meyerink
Up de Bookholt 42-52
48691 Vreden
Anfahrtskarte einblenden
Anfahrtskarte
Proben: Montags 20:00 Uhr